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5. Tag, Mittwoch 25. Oktober

Famagousta – Lemesos
(Limassol)

Vergrößern!Vergrößern!Bereits in Limasol am Grenzübergang erfragte ich bei den Grenzern weitere Passiermöglichkeiten zwischen Nord- und Südzypern. Mir wurde versichert, dass es südlich von Famagousta auch noch einen Übergang gibt. Am Morgen nachdem ich kaum eine halbe Stunde gefahren bin, tauchte überraschend schnell die erwartete Grenzanlage auf, wo wieder penible Passkontrollen durchgeführt wurden. Daraufhin war ich nun im griechischen Teil und mein heutiges Tagesziel war Limassol im Süden der Insel.
Ich war im südlichen Teil, parallel zur Grenze unterwegs und froh, nach etwa 30 trostlosen Kilometern, wo sich nur monotone Gegend, Stacheldraht, Absperrungen und Grenzanlagen abwechseln, endlich wieder die Küste erreicht zu haben. Mir taten die Wachsoldaten leid, die in dieser Vergrößern!Pampa Dienst schieben müssen. Man stelle sich dies im Hochsommer vor. Mir fielen sehr die Gegensätze der Menschen auf. Der Grossteil des Nordens ist Islamisch geprägt, während die griechischen Zyprioten vorwiegend christlich-orthodoxen Glauben haben. Mir kamen all die Berichte in den Sinn, die den Beitritt der Türkei in die EU anbelangen, die Zypernfrage und wenn man die Mentalitätsunterschiede so sieht, dann kommen einem schon Bedenken auf. Ein Mann im griechischen Teil nannte die türkischstämmigen Einwohner nur herabwürdigend "Porkypeople".
In Larnaka angekommen, machte ich eine kurze Pause, radelte locker durch die Altstadt und sah mir die Strandmeile an.
Sonst hat die Stadt auch nicht viel zu bieten. Limassol lag noch knapp 80 km entfernt und ich suchte die dem Strand nächste Straße. Bei Larnaka bildete sich wieder ein mächtiges Gewitter, vor dem ich wegfahren wollte. Der Wind aus dem Gewitternimbus trieb mich mit 50 Sachen genau Richtung Limassol. Toll, so ohne besondere Kraft in die Pedale setzen zu müssen vorwärts zuVergrößern! kommen. Geschenkte Kilometer! Das ging eine Zeit lang gut, das mit mir ziehende Gewitter war doch etwas schneller und bevor der sintflutartige Regen einsetzte, huschte ich noch schnell in ein Fischrestaurant, dessen Wirt mich freudig begrüßte. Imponiert sah ich mir an, wie die Straßen vom Platzregen überquollen und durchfahrende Autos das Wasser meterhoch spritzten.
Als sich die ersten Sonnenstrahlen wieder blicken ließen, stieg ich gut gesättigt auf`s Rad und nun hatte ich das Gewitter vor mir. Ich staunte wie die Blitze in`s Meer zuckten und Limassol in dunkles Grau deckte. Über mir war es jedoch trocken und ich hatte keine Eile mehr, da ich vorher viel Zeit herausfuhr. Vor Limassol ankerte imposant ein Vergrößern!Flugzeugträger der Amis. Jederzeit bereit um auszulaufen, wenn es im Nahen Osten wieder mal kriselt. Mein Hinterreifen meldete wieder mal Plattfuß. Am Strand baute ich das Rad aus und musste erneut Löcher suchen um wieder kräftig pumpen zu können.
Als ich durch die Altstadt radelte, glaubte ich meinen Augen nicht zu trauen, als ich auf den Waden eines Engländers Vergrößern!Tätowierungen besonderer Art sah. Wir fachsimpelten über Bikes und waren beide überzeugt, dass so ein Ritzel was tolles ist.

Hotel suchen, Abendspaziergang, Essen, Schlafen. Morgen ist der letzte Tag. Wie schnell doch so eine knappe Woche vergehen kann.